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Handlung: Prinzessin Aurora (Elle Fanning) ist erwachsen geworden und herrscht über das Reich der Mauren. Ziehmutter Maleficent (Angelina Jolie) fungiert als Wächterin der magischen Moore. Als Prinz Phillip (Harris Dickinson) um Auroras Hand anhält, nimmt das Unheil seinen Lauf. Beim gemeinsamen Essen mit König John (Robert Lindsay) und Königin Ingrith (Michelle Pfeiffer) eskaliert die Situation – und Maleficent zeigt erneut ihre böse Seite.

Kritik: Regisseur Joachim Rønning („Pirates of the Carribean: Salazars Rache“) knüpft erzählerisch nahtlos an Robert Strombergs ersten Teil „Maleficent: Die dunkle Fee“ an – geht bei der Inszenierung aber ein ganzes Stück weiter.

Sicherlich kann man kritisieren, dass mit dem Drehbuch zwanghaft versucht wurde, die alten Grundvoraussetzungen zu schaffen, um eine ähnliche Geschichte erneut zu erzählen. Rønning schafft es aber, das Universum weiterzuentwickeln und vor allem für erwachsene Zuschauer interessanter zu gestalten. Selbstredend dürfen in dem kindgerechten Märchen die üblichen Komponenten und Botschaften nicht fehlen. Aber vor allem mit der audiovisuell opulenten Schlacht beweist der Regisseur, dass er bei allen Vorgaben seine eigene Vision verwirklichen wollte. Schon mit dem fünften Teil der „Fluch der Karibik“-Reihe hat der norwegische Filmemacher gezeigt, dass er actionreiche Kämpfe bildgewaltig in Szene zu setzen weiß. In seiner visuellen Wucht hat „Maleficent: Mächte der Finsternis“ gar etwas von James Camerons „Avatar“, und nicht zuletzt die FSK-Freigabe ab 12 Jahren belegt eindeutig, dass Rønning sich augenscheinlich bewusst dafür entschieden hat, der älteren Zielgruppe mehr zu bieten, als es der „Dunklen Fee“ gelungen ist. Dass Disneys eindrucksstarkes Fantasy-Feuerwerk aber nicht nur inszenatorisch, sondern auch auf anderer Ebene überzeugen kann, liegt an den grandiosen Darstellern. Neben Angelina Jolie, der als namensgebender Protagonistin durchaus mehr Screentime gegönnt gewesen wäre, brilliert Michelle Pfeiffer als royale und vor allem skrupellose Antagonistin, die ihr Königreich in Gefahr sieht und keine Mittel scheut, um dieses zu schützen.

Der zweite Film des „Maleficent“-Franchises hält sich erzählerisch zwar angenehm an den ersten Teil, emanzipiert sich aber auch so selbstbewusst davon, dass man ihn als mutige und konsequente Weiterentwicklung betrachten kann. Den märchenhaften Charakter streift Rønnings Interpretation zumindest so weit ab, dass am Ende ein pompöses Fantasy-Happening bleibt, an dem auch die älteren Zuschauer ihre Freude haben dürften.

Veröffentlichung: ab dem 27. Februar als Blu-Ray, 4K UHD Blu-Ray, 3D Blu-Ray, DVD und Download. Im Test hatte Filmfreax die Blu-Ray.

Bildformat: 2,39:1 (1080p) | Tonformat: DTS-HD MA 7.1, Dolby Digital Plus 7.1, Dolby Digital 5.1 | Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Polnisch | Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte, Italienisch, Polnisch, Griechisch | Extras: Pannen vom Dreh, Featurettes, Erweiterte Szenen, Musikvideo

Filmfreax-Heimkino-Wertung
3,5 / 5

Bildquellen

  • Beitragsbild: © Walt Disney Studios Home Entertainment Germany

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