© 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

Nach „Jumanji: Willkommen im Dschungel“, der Neuauflage des Klassikers von 1995 mit Robin Williams, bringt Regisseur Jake Kasdan nun das Sequel zu seinem Remake auf die Leinwand. Für „Jumanji: The Next Level“ hat der Filmemacher die alte Besetzung zusammengetrommelt und sie noch um zwei Altstars erweitert.

Die Handlung

Seit die vier Jugendlichen das Jumanji-Game gemeistert haben, ist eine gewisse Zeit vergangen. Allerdings hat sich Spencer (Alex Wolff) mit seinem Weggang nach New York zwecks Studium ein wenig von der Truppe entfernt. Um zu sich zu kommen und sich mit seinen Freunden wieder zu vereinen, kehrt er nach Hause zurück. Im Haus seiner Mutter erwartet in Großvater Eddie (Danny DeVito), der nach einer Hüft-OP von seiner Tochter gepflegt wird. Als Spencer wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint, vermuten ihn seine Freunde in Jumanji – und entscheiden sich, ihn dort zu suchen.

Vorrede

Ich muss zugeben, dass mich der erste Teil ziemlich überrascht hat. Erwartet hatte ich nicht viel, bekommen habe ich einen unterhaltsamen, humorvollen und actionreichen Abenteuerfilm, der solide Blockbuster-Unterhaltung bietet. Bei der Fortsetzung habe ich qualitativ mit demselben Level gerechnet – und war dann doch ein bisschen enttäuscht.

Die Inszenierung

Bedenkt man das Genre und die Tatsache, dass es sich hier um astreines Mainstream-Kino handelt, muss man zunächst das bewerten, was den Großteil der Inszenierung ausmacht: die Effekte. Die fallen meiner Ansicht nach ebenso solide aus wie im Vorgänger. Natürlich sieht und weiß man, dass hier nicht mit CGI gespart wird. Allerdings knüpfen die Macher qualitativ so an den ersten Teil an, dass die Special-Effects nicht negativ auffallen. Offensichtlich wurde zwar versucht, in Sachen Action und Tempo noch eine Schippe draufzulegen, was aber – verglichen mit einem „Zombieland: Doppelt hält besser“ – eine recht angenehme Steigerung ist. Zumindest hatte ich nicht das Gefühl, vom CGI-Gewitter erschlagen zu werden. Auf der großen Leinwand funktionieren die tempo- und actionreichen Sequenzen jedenfalls bestens.

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Die Story

Das Drehbuch knüpft nahtlos da an, wo es im ersten Teil aufgehört hat. Allerdings konzentriert sich die Geschichte nicht mehr so sehr auf die jungen Protagonisten, sondern rückt die alternden Charaktere in den Vordergrund. Der Zwist um Eddie (Danny DeVito) und Milo (Danny Glover) weiß zwar zu Beginn zu unterhalten, nutzt sich aber mit fortlaufender Spieldauer immer mehr ab. Dass Kasdan und seine Co-Autoren Jeff Pinkner und Scott Rosenberg hier ein Plädoyer fürs würdevolle Altwerden halten wollen, verpacken sie zwar sehr charmant und humorvoll. Nur erreicht es nicht dieselbe erzählerische Qualität wie die Coming-of-Age-Geschichte aus „Willkommen im Dschungel“.

Der „Body-Switch-Aspekt“ wird besonders im Fall von Danny DeVitos Filmcharakter einfach zu oft bemüht. Dass (bis auf Martha) die Protagonisten zu Beginn…

Zumal für diesen Gag kein gesundes Maß gefunden wird – und man ihn damit leider überstrapaziert. Ansonsten verzichtet Kasdan auf weitere Experimente, was man wohl geflissentlich als Fan-Service werten darf, hat der erste Teil doch schon bestens funktioniert.

Die Schauspieler

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Dass mit DeVito und Glover zwei so beliebte ältere Darsteller verpflichtet wurden, wertet den Film gehörig auf, beweisen doch beide eine enorme Leinwandpräsenz. Da ich mich vorab fast gar nicht mit dem Film befasst hatte, um mich vielleicht erneut positiv überraschen zu lassen, habe ich mich sehr über die Auftritte der beiden gefreut.

Loben muss man aber auch Dwayne Johnson, der mal wieder eine gute Portion Selbstironie an den Tag legt und vor allem in den „Body-Switch-Momenten“ zu überzeugen weiß. Gleiches gilt für Rapperin und Schauspielerin Awkwafina („Ocean’s 8“, „The Farewell“). Da ich den Film im Originalton sehen durfte, kann ich leider nicht sagen, ob besonders die Gags, die so stark mit den Eigenheiten der Protagonisten spielen, in der synchronisierten Fassung genauso ziehen. Der Rest der Besetzung – Karen Gillan, Jack Black, Kevin Hart, Alex Wolff, Madison Iseman, Ser’darius Blain und Nick Jonas – liefert genauso solide ab wie schon im ersten Teil.

Dieser Film könnte Dir gefallen, wenn…

… Dir schon „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ gefallen hat und du ein Sequel sehen möchtest, das mit denselben Zutaten eine würdige Fortsetzung serviert. Fans werden vermutlich mit Leichtigkeit über die wenigen Schwächen hinwegsehen, funktioniert das Ganze im Kino doch erwartungsgemäß gut. Wenn Du einen spaßigen Filmabend erleben möchtest, dann erwartet dich mit dem Jumanji-Sequel erneut ein Adventure-Blockbuster, der mit seinem Humor und seinen Schauwerten für die große Leinwand prädestiniert ist.

Filmfreax-Wertung
3,5 / 5

Kinostart: 12. Dezember 2019

Bildquellen

  • Beitragsbild: © 2019 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

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