© STUDIOCANAL

Handlung: Anna Poliatovas (Sasha Luss) arbeitet Mitte der 80er als erfolgreiches Model in Paris. Doch hinter ihrem schillernden Job verbirgt sich eine ganz andere Tätigkeit: Sie ist Elite-Agentin des KGB. Von Alex (Luke Evans) rekrutiert, führt sie Auftragsmorde für Alex‘ Chefin Olga (Helen Mirren) aus. Nach einem erledigten Job deckt CIA-Agent Lenny Miller (Cilian Murphy) die Identität des vermeintlichen Mannequins auf – und zwingt sie, für den amerikanischen Geheimdienst zu arbeiten. Doch Anna will eigentlich nur eins: aussteigen.

Kritik: Hört man den Namen Luc Besson, denkt man unweigerlich an Meisterwerke wie „Léon – Der Profi“ oder „Nikita“. Und auch diesmal steckt der französische Regisseur seine Hauptfigur in ein Setting aus Agententhriller und Killer-Geschichte. Leider funktioniert das über weite Strecken nur bedingt. Das Drehbuch, das erzählerisch auf permanente Zeitsprünge setzt, schafft es über die gesamte Laufzeit nicht, die Story richtig in Fahrt zu bringen. Die Mischung aus Action-Sequenzen und Charakterzeichnungen will dem Skript einfach nicht so recht gelingen. Irgendwann dümpelt die Agenten-Erzählung eher lieblos vor sich hin, lediglich durchbrochen von einer Reihe vermeintlicher Plottwists, die als solche allerdings gefühlt im Raum verpuffen. Zu konstruiert und gewollt wirkt das alles, zu schemen- und schablonenhaft bleiben die Protagonisten.

Dass die Hauptdarstellerin weder professionelle Schauspielerin noch action-erprobt ist, merkt man ihr leider in etlichen Szenen an. Sasha Luss‘ Charakterdarstellung fällt weitgehend fad aus, ihre Action-Sequenzen wirken meist zu gekünstelt und offensichtlich durchchoreografiert. Den Sprung vom Model zur Action-Mimin hat Luc Bessons Ex-Frau Milla Jovovich im Vergleich wesentlich gekonnter gemeistert. Helen Mirren und Cilian Murphy werten den Film zwar gefühlt gehörig auf, kommen letztlich aber nicht gegen das arg schwächelnde Skript und die mäßig talentierte Hauptdarstellerin an. Punkten kann „ANNA“ jedoch mit einem überzeichneten 80er-Agenten-Setting und einigen derben Gewaltspitzen.

Veröffentlichung: ab dem 28. November 2019 als Blu-Ray, DVD und 4K UHD-Blu-Ray. Im Test hatte Filmfreax die Blu-Ray.

Bildformat: 2,40:1 (1080p/24) | Tonformat: 7.1 DTS-HD , 5.1 DTS-HD | Sprachen: Deutsch, Englisch | Extras: Making-of Featurettes „Die Kostüme“, „Der Restaurant-Kampf“, Die Produktion“, „Die Verfolgungsjagd“ | FSK: ab 16 Jahren

Filmfreax-Heimkino-Wertung
2,5 / 5

Bildquellen

  • Beitragsbild: © STUDIOCANAL / Shanna Besson

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.