© 2019 Rosebud Entertainment GbR

Das Fantasy Filmfest 2019 in Frankfurt ist nur wenige Tage alt. Der richtige Zeitpunkt, um ein paar Filme Revue passieren zu lassen. Zwar hatten wir nur Gelegenheit, uns einen Bruchteil der vorgestellten Werke anzuschauen, aber zu denen möchten wir an dieser Stelle unsere Kurzkritiken abliefern.

The Gangster, the Cop, the Devil

© 2018 Splendid Film

Handlung: 2005, Cheonan in Südkorea. Mehrere Morde gehen auf das Konto eines Killers, der seine Opfer per Auffahrunfall in seine Falle lockt. Die Polizei ist ratlos. Als der Serienkiller ausgerechnet einen Gangsterboss angreift, dieser den versuchten Mord aber überlebt, tut sich der Ganove mit dem zuständigen Polizisten zusammen. Ihr Ziel: den skrupellosen Mörder stoppen.

Kurzkritik: Regisseur Lee Won-Tae („The Magician“, „Man of Will“) greift hier tatsächlich eine wahre Geschichte auf und macht daraus einen harten und unterhaltsamen Old-School-Actioner, der sich aber auch nicht zu ernst nimmt. Tolle schauspielerische Leistungen und eine fesselnde Inszenierung machen diesen südkoreanischen Film zum Geheimtipp für Action-Fans. Lest dazu auch unsere Langkritik.

Filmfreax-Wertung

Rabid

© 2018 Splendid Film

Handlung: Die unscheinbare und schüchterne Rose arbeitet als Schneiderin für einen berühmten Designer. Sie träumt aber selbst davon, Kleider zu entwerfen. Doch ihr Traum scheint zu platzen, als ihr Gesicht nach einem Unfall entstellt ist. Sie unterzieht sich einer Stammzellenbehandlung, die ihr Problem oberflächlich löst. Allerdings wird sie jetzt von Visionen geplagt, in denen es sie nach Blut dürstet…

Kurzkritik: Die „Soska-Sisters“ (Jen und Sylvia) haben sich des Remakes eines David Cronenberg-Klassikers von 1977 angenommen. Herausgekommen ist eine solide Neuauflage, die visuell gekonnt dem Body-Horror frönt. Laura Vandervoort („Jigsaw“, „Smallville“) mimt die verzweifelte Blutdurstige absolut überzeugend. Da das Thema Schönheitsideal diesmal durch die weibliche Perspektive beleuchtet wird, bekommt die Erzählung einen leicht anderen Touch als das Original.

Filmfreax-Wertung

The Furies

Quelle: Fantasy Filmfest Presseseite

Handlung: Zwei Frauen werden entführt, eine von ihnen findet sich in einem Wald wieder. Nachdem sie erwacht und auf andere Frauen gestoßen ist, wird sie von degenerierten Killern gejagt und muss sich zur Wehr setzen. Doch was steckt hinter diesem menschenverachtenden Spiel?

Kurzkritik: In einem kurzen Einspieler vor dem Film berichtet Regisseur Tony D’Aquino mit einem Augenzwinkern, dass kein CGI verwendet wurde und alles „wirklich passiert“ ist. Das macht der Film auch ziemlich gut: krasse Splatter- und Gore-Szenen werden hier zu Genüge serviert. Die Story wird mehr oder weniger spannend erzählt, ist letztlich aber nicht der Rede wert. Taugt für den kurzweiligen Horrorspaß aber allemal.

Filmfreax-Wertung

47 Meters Down: Uncaged

© 2019 Concorde Filmverleih GmbH

Handlung: Die Stiefschwestern Mia und Sasha lassen sich mit ihren Freundinnen zu einem unerlaubten Tauchgang in einer Maya-Unterwasser-Ruine hinreißen. Allerdings ahnen sie nicht, dass dort ein Hai auf Futter wartet…

Kurzkritik: Dasselbe Team um Regisseur Johannes Roberts, das schon mit „47 Meters Down“ einen Überraschungs-Hit gelandet hat, versucht es noch mal. Dieselbe beklemmende Atmosphäre erschafft das Sequel zwar nicht, funktioniert aber für sich letztlich ganz gut. Zumal man solide inszenierte Tierhorror-Effekte zu sehen bekommt. Lest dazu auch unsere Langkritik.

Filmfreax-Wertung

Freaks

Quelle: Fantasy Filmfest Presseseite

Handlung: Ein Vater lässt seine 7-jährige Tochter nicht aus dem Haus. Es sei dort draußen zu gefährlich, lautet sein Argument. Ob es tatsächlich eine Bedrohung gibt, ist unklar. Doch die Kleine büchst aus und trifft dort auf den dubiosen Eisverkäufer „Mr. Snowcone“.

Kurzkritik: Zunächst mal grandios gespielt von Emile Hirsch als Vater und Lexy Kolker als dessen Tochter. Aufgrund des Teasers im Programmheft konnte man fast schon ein Psycho-Kammerspiel erwarten. Diese Erwartung erfüllt der Film allerdings nicht und begibt sich stattdessen in die Sci-Fi-Richtung. Die Spezialeffekte sind für eine Indie-Produktion zwar ordentlich, nur die Story um die „X-Men/Heroes“-Thematik weiß nicht so recht zu überzeugen. Kann man sich anschauen, muss es aber nicht.

Filmfreax-Wertung

Feedback

Quelle: Fantasy Filmfest Presseseite

Handlung: Maskierte überfallen einen Radiosender und zwingen Moderator Jarvis, die Sendung nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Lange bleibt unklar, was die Geiselnehmer bezwecken. Doch ihre Forderungen untermauern die Täter mit einer gehörigen Portion Gewaltbereitschaft und Kaltblütigkeit.

Kurzkritik: Die Darsteller agieren allesamt überzeugend, allen voran Eddie Marsan als Radiomoderator Jarvis. Der Film bleibt durchweg spannend und scheut sich auch nicht davor, die eine oder andere Gewaltspitze explizit darzustellen. Deutet zu Beginn auf eine politisch motivierte Tat hin, was vielleicht interessanter gewesen wäre, entwickelt sich dann aber anders. Trotzdem ein sehenswerter Single-Location-Actionthriller, der zudem Qualitäten als psychologisches Kammerspiel beweist.

Filmfreax-Wertung

Das sind unsere Kurzkritiken zum Fantasy Filmfest 2019. Zur nächsten Ausgabe dieses Genre-Festivals wollen wir versuchen, uns noch mehr Filme für Euch anzuschauen. Achtet auch auf die DVD- und Blu-Ray-Veröffentlichungen zu den hier präsentierten Filmen, die wir zeitnah ankündigen werden. Kritiken zu anderen Filmen des diesjährigen Fantasy Filmfests folgen demnächst.

Bildquellen

  • Beitragsbild: © 2019 Rosebud Entertainment GbR

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